Besuch der Messe Spiel 2001


Auch dieses Jahr sind einige Vereinsmitglieder und Freunde zur Messe Spiel 2001 nach Essen gefahren. Diese Messe ist die weltweit größte

ihrer Art, dort präsentieren Verlage und Firmen alles was mit dem Thema Spielen zusammenhängt. Das Besondere an der Messe ist, dass man überall eingeladen ist, die Spiele selbst einmal auszuprobieren.

Hier nun ein Erfahrungsbericht von Johannes Otto:

 
Es war der 20.10. Ein Samstag! Ich empfand es schon als Vergewaltigung überhaut so früh aufzustehen, aber es sollte sich lohnen! 
Wie auch im Vorjahr stand ich um 7.00 Uhr an Georgs Pforte und war wie auch im Vorjahr zu früh. Machte nichts, denn bei der Gelegenheit konnte man ja noch schnell Kai L. bescheit sagen, dass man jetzt losfahren werde und er mir sagen soll, wo er wohnt. ( Er wusste noch gar nicht, dass er mit fährt!) Zu meinem erstaunen ging sein Vater ans Telephon und gib mir den noch schlafenden Kai. Dieser sagte mir kurz, wo er wohne und gab sich mit den 15 Minuten, die ihm noch blieben, zufrieden.
Dann fuhren wir ( Nils, ich, seine Schwester und eine Freundin von ihr ) los nach Fritzlar. Dort sammelten wir noch schnell den von den Toten auferstandenen Kai L. ein. Und auf ging es in Richtung Essen, zur Spielmesse 2001.
Auf dem Weg dorthin stimmten wir uns schon mal mit In Extremo ein. Langsam wurden wir dann auch wach und ich glaube es war 10.30 Uhr, als wir in den Stau kamen! Um 11.30 Uhr waren wir dann auch wieder draußen und es dauerte nicht mehr lange bis wir auf das Messegelände kamen.
Mit dem Sammelbus ging es dann vom Parkplatz zu den Hallen. Und schon im Bus machte sich wieder mal deutlich, dass es ein lustiger Tag werden sollte: "Schau mal, ein Ritter!" oder "Hey, Ritter Lanzelot !". Dies hörten wir des öfteren. Dazu fällt mir nur ein:Ihr armen normalen Leute, ihr seid so langweilig! Und es ging schon bald flott weiter mit dem Auffallen. Ich schätze mindestens vier Leute wollten ein Photo von uns machen.
 

Jedenfalls war die Messe wie immer gut besucht! Die Hallen waren voll und wir mussten uns erst einmal durch unzählige Menschenmassen hindurch zwängen, bevor wir endlich die Halle der Hallen betraten. Nils seine Reaktion war erst mal gleich zum Stand der Schatzkammer zu rennen und sich gleich das erst beste Schwert, das er in die Hand bekam, zu kaufen!

War aber trotzdem eine gute Wahl. Ich hatte erst mal die kleinen nützlichen Sachen im Kopf und hatte erst mal einen kleinen Miniknüppel in der Hand. Besonders gut für Kneipenschlägerein und hinterhältige Attacken. Jedoch war das nichts für mich.

Als nächstes hatte ich dann einen Vorschlaghammer in der Hand. Der machte nicht nur Eindruck, sondern hatte eine gewaltige Überzeugungskraft. Jedoch beschloss ich mir so ein Teil lieber selber zu bauen. Schließlich kaufte ich mir ein schweres Kurzschwert für kleinere Scharmützel und Knochenbrechen und dazu natürlich den obligatorischen Film vom Drachenfest, was mir dann noch diverse Prozente einbrachte.

 


Wir schlenderten dann noch mehrere mal durch die Halle. Schauten hier und dort und schließlich kamen wir zu einem Klamottenhändler. Das Besondere daran war, dass er nicht nur Mützen verkaufte, sondern auch Hosen. Das ist deswegen besonders, da wir noch nie einen Händler gesehen hatten, der Hosen verkauft. Wie dem auch sei. Ich kaufte mir erst mal eine schöne blaue Mütze.

Des Weiteren machten wir die Bekanntschaft weiterer Larper und wir unterhielten uns auch einige Male. Daraus erfuhren wir dann, wo ein Meuchelmörder seine Waffen überall versteckt und was das Besondere an Schottenröcken ist. 
Der Höhepunkt des Besuchs war dann der Auftritt der Gruppe Schemlisch. Es versammelte sich die halbe Halle bei ihrem Aufführungsort und es wurde verdammt eng. Aber das Gedränge hatte sich gelohnt, denn ihre Musik war verdammt geil und es hatte ziemlich viel Spaß gemachte ihnen zu zuhören. Als sich dann Kai L. auch noch ein paar Magic Karten gekauft hatte, waren alle zufrieden und wir machten uns gen Heimat.


Was mir aufgefallen ist war, dass wenige Larper ihre In-Time-Klamotten mitgebracht hatten. Das war schade. Was ich auch nicht so gut fand, dass es keine In-Time-Taverne gegeben hat oder überhaupt irgendwelche In-Time-Einrichtungen. Das wäre vielleicht noch ganz gut gewesen, denn ich denke die Messe ist nicht nur dazu da, damit die Händler ihre Waren verkaufen, sondern auch unerfahrenen und unwissenden Bürgern einen Einblick in die Thematik des Liverollenspiels zu geben. 
Aber alles in allem hat es sich gelohnt und ich bin sicher, dass wir nächstes Jahr auch wieder hin fahren werden!

 

 

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