|
"Wenn einer versuchen wollte, Schauspielern auf der Bühne die
Masken herunterzureißen und den Zuschauern die wirklichen
Gesichter zu zeigen, würde er nicht das ganze Stück verderben und
verdienen, wie ein Besessener von allen mit Steinen aus dem
Theater verjagt zu werden? Diesen Irrtum beseitigen heißt
das ganze Stück zu verwirren. Dieser Trug und Schein ist es doch,
der die Augen der Zuschauer in Bann hält."
Erasmus von Rotterdam, "Encomium Moriae. Das Lob
der Torheit", 1509 n. Chr.
Wenn man plant eine Spielwelt für ein Rollenspiel zu erstellen und dabei bei
null anfängt, ist man immer versucht etwas Neues und Besonderes zu kreieren. Uns
ging es bei der Erschaffung von "Eredia" nicht anders. Jedoch sollten die
Besonderheiten nicht bei noch fantastischern Kreaturen, Charakteren mit
unvorstellbaren magischen Fähigkeiten und möglichst vielen verschiedenen Dimensionen
liegen, wozu manche Erbauer moderner Spielwelten versucht sind, sondern es kam
uns darauf
an ein glaubwürdiges Konzept zu entwerfen, das in sich konsistent ist und sich mehr
an realen, mittelalterlichen Maßstäben orientiert als an reiner Fantasy.
Dieses Konzept hat seinen Erfolg. Durch den detaillierten
Hintergrund, welcher im Laufe der Jahre entstanden ist, haben die
Spieler viel mehr Möglichkeiten eine Charaktergeschichte genau zu planen und im
Spiel zu interagieren.
Im Folgenden gehen wir auf
Besonderheiten des Spiels im Land Erédia ein, um unsere
Spielphilosophie deutlich zu machen und Hilfestellungen bei dem Spiel erédischer
Charaktere zu geben.
|