Das Mittelalter
Einleitung
Das Mittelalter umfasst eine Zeitspanne von rund 1000 Jahren, die zwischen der
Antike und der Neuzeit angesiedelt wird. Forscher streiten sich, wann das
Mittelalter begann und wann es aufhörte. Theorien besagen, dass das Mittelalter
vielleicht mit dem Beginn der Völkerwanderung (4. Jahrhundert), mit dem
Untergang des weströmischen Reiches 476 einsetzte oder aber mit Mohammeds Hedschra (622). Als Ende wird oft die Entdeckung Amerikas durch Christopher
Columbus, die Erfindung des Buchdrucks (1450) oder aber die Reformation (1517)
angesehen. Des weiteren kann man durch die unterschiedliche Entwicklung der
Länder nicht genau festlegen, wann das Mittelalter aufhörte, da Italien bereits
1420 deutlich weiter entwickelt war als England, wobei man also sagen kann, dass
Italien zu dieser Zeit bereits in der Renaissance war, während England noch
immer im Mittelalter steckte.
Im Allgemeinen hat man sich aber darauf geeinigt, dass das Mittelalter die
Zeitspanne grob von 500 AD bis 1500 AD umfasst
Der Begriff Mittelalter wurde erstmals Ende des 16. Jahrhunderts benutzt und
hatte schon damals eine negative Bedeutung. Der Begriff selbst wurde von den
Humanisten geprägt, die das Mittelalter als "dunkle" Epoche zwischen der Antike
und ihrer Zeit ansahen.
Das Mittelalter unterteilt sich in drei Epochen:
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das Frühmittelalter umfasst die Zeit der Völkerwanderung, der weitgehenden
Christianisierung Europas, die Entstehung des Frankenreiches, Beginn des
römisch-deutschen Kaiserreiches, sowie die Kämpfe zwischen Papsttum und
Kaisertum. Wirtschaftlich ist es eine Zeit der Lehensgesellschaft mit Adels-,
Grundherren und Leibeigenen.
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Das Hochmittelalter ist die große Zeit des Rittertums sowie die
Blütezeit des römisch-deutschen Kaiserreiches, des Lehnswesens und des
Minnesangs. Aber es gibt auch die Schattenseiten der Auseinandersetzung
weltlicher und geistlicher Herrscher der den Investiturstreit nach sich zog.
Weitere wichtige Gegenstände des Hochmittelalters sind die -
widersprüchlicherweise - von der Kirche selbst
aufgerufenen Kreuzzüge, den Beginn der Geldwirtschaft und der geistlichen Orden
wie der Zisterzienser, Franziskaner, Bettelmönche und Dominikaner.
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Das Spätmittelalter ist die Zeit des aufsteigenden Bürgertums der Städte und
besonders die Zeit der Hanse. Wichtige Einschnitte in das Leben hatten zu dieser
Zeit die Pest um 1350, die einen starken Bevölkerungsrückgang in ganz Europa zur
Folge hatte und die Gesellschaftsstruktur veränderte.
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