Der
Falkenstein
Geschichte der
Burg:
Die mit
Urkunden belegbare Geschichte des Falkensteins beginnt 1346. In
dem Jahr verpfändete Landgraf Heinrich II. von Hessen die Burg
samt zugehörigen Gutsbesitz der Ritterfamilie von Hund, deren
Zweige in Kirchberg und Holzhausen blühten. Unzweifelbar ging der
Besitz der von Hund noch auf die Hinterlassenschaft des mächtigen
Grafen Werner zur Zeit Kaiser Heinrichs IV: zurück. Die
mittelalterliche Ritterburg Falkenstein muss demnach älter sein
als die Jahreszahl der Erstnennung.
Die Burg lag 1346 schon einmal
in Trümmern. Denn der Landgraf bedang sich von denen von Hund
außer der erheblichen Pfandkaufsumme von 452 Mark Silber noch
aus, dass sie "das Haus von neuem aufschlagen und zu
burglichen Bauten, Mauern und Gräben 170 Mark Silber"
verwenden sollten. Aus jenem Wiederaufbau rühren die Reste des
Palas her und, heute ebenfalls noch sichtbar, Wall und Graben.
Dass im Vertrag festgelegt wurde, dass die Burg dem Landgrafen zu
"jeder Zeit gegen alle seine Feinde offen stehen"
müsse, sowie der (erfolglos gebliebene) Einspruch des Erzbischofs
gegen den Wiederaufbau können unsere Vermutung von der
Stoßrichtung des Falkensteins bekräftigen.
Als anderer
Pfandbesitzer taucht im Jahr 1387 Ritter Ludwig von Wildungen der
Ältere auf. Offenbar hatte sich der Landgraf zeitweilig wegen des
Verhaltens der von Hund im Sternerkrieg mit ihnen überworfen.
Auch dieser Ritter musste " binnen Jahr und Tag 400 Mark an
Steinwerk" an der Burg verbauen. Seine Besitzhälfte ging
sodann als Geschenk des Landgrafen an den mutigen Verteidiger der
Gudensberger Obernburg, Ritter Eckbert von Grifte, über.
Die von
Grifte auf Falkenstein erloschen 1597. Der letzte von Hund, ein
Oberstleutnant Canis, starb 1679. Damit fiel die Burg an die
Landgrafen zurück. Im
Dreißigjährigen Krieg soll der Falkenstein vom den Kaiserlichen
schwer beschädigt worden sein. Den Rest gaben die Steineräubereien
der Burg. Das übrige vollbrachte der Zahn der zeit. Immerhin
waren vor jetzt 220 Jahren, laut einem Bericht, der Ziehbrunnen
und an einem Mauerteil auch das Wappen der von Hund noch
vorhanden. Heute ist uns
die Burg, an die in den letzten Jahren eine schützende Hand eines
örtlichen Naturschutzvereins gelegt wurde, ein wertvolles Schmuckstück
in der Landschaft.
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