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Schwester der Schwertbruderschaft:
Gunigunde von
Leuenfels
Nun auch das noch: Nachdem sie nun schon das dritte Mal in Folge vergessen hatte
die Glocken zur Morgenandacht zu läuten und obendrein, nachdem sie ihren Fehler
bemerkt und in unkontrollierter Eile die Gewölbe des Tempels durchrast hatte und
ausgerechnet in den Hochmeister des Ordens reinrempelte, der gerade aus dem
Tempel kam, bekam sie während des Tischgebets zum Mittagessen noch einen
Lachanfall, da sie die ganze Zeit an das verdutzte Gesicht es Hochmeisters
denken musste.
Doch nun ist ihr das Lachen vergangen. Der Orden hat sich dazu entschlossen,
dass sie noch nicht reif genug sei für die strengen Regeln des Ordens und das
Leben als Knappe. Daher entschloss sich ihr Vikar ihr einen Auftrag zu geben,
bei dem sie zeigen könne, dass sie geläutert sei und nun mehr reif für das
ehrbare Leben eines Knappen in der Schwertbruderschaft des Tiori.
Dabei war sie so stolz gewesen, eine der wenigen Frauen Erédias zu sein, die in
diesem doch sehr vornehmen und angesehenen Orden dienen. Ihr Vater, ein sehr
Einflussreicher Patrizier aus dem Umfeld des Königs, hat sehr große Bemühungen
unternommen, ihr diese Ehre zu Teil werden zu lassen. Sie liebt den Glanz, die
Ritter, die Art wie sie mit ihrem prunkvollen Wappenrock vom gemeinen Volk
angesehen wird. Doch von den strengen Ordensregeln und dem Gebot der Buße und
Enthaltsamkeit hält sie nichts. Dafür hat sie wohl zu viel Zeit an den Höfen der
Herzöge und des Königs verbracht.
Jetzt darf sie den Laufburschen für ihren dämlichen Vikar spielen, diesem
aufgeblasenen, verklemmten, zeigefinger-hochhebenden Tyrannen. Er immer mit
seinen Vorschriften und Gefasel von Andacht und Dienen.
Doch was bleibt ihr anderes übrig. Widerwillig schnürte sie ihr Bündel, schiebt
das ihr eigentlich viel zu große und schwere Schwert in die Scheide und stapft
gen Forkenburg. Dieses prüde Hinterweltlerland. Ob sie dort wohl ihre Sprache
sprechen würden?
Jedenfalls macht sie sich schon Gedanken, so nah an die lawegonische Grenze zu
müssen. Schließlich ist sie ja von Stande und Mitglied eines dem Könighause sehr
nahe stehenden Ordens. Und obendrein hat dieser Blödmann von Lehrmeister noch
darauf bestanden, dass sie ihren Ordensrock tragen muss, damit das Licht des
Glaubens auch die letzten Winkel unseres Landes erreichen möge. Toll! Der letzte
Winkel, wenigstens da hatte er recht.
Gunigunde hat den Auftrag eine verirrte Priesterin auf den Pfad der Tugenden
zurück zu holen. Der Orden wurde auf diese sehr fadenscheinige Persönlichkeit
aufmerksam, als sie in der vergangenen Woche wild kreischend über den Marktplatz
von Hohenhewen lief und den Untergang der Welt verkündete. Einem Bauer hatte sie
sagt, dass Leann ihr befohlen hätte, sie solle nach Metzarum gehen, um dort dem
Frevel und der Unzucht zu begegnen. Und nun soll Gunigunde hinterher und dieser
Irren die Leviten lesen. Eigentlich hat sie den Auftrag zu prüfen, ob von dieser
Frau irgendeine Gefahr oder Götterlästerung ausgehe und wenn ja, soll sie diese
Lea Kryphius, wie sie genannt wurde, nach Hohenhewen bringen. Doch falls diese
Predigerin doch tugendhaft sei und sie vorhabe zu missionieren, dann soll
Gunigunde die werte Dame dabei unterstützen.
Es kommt in Metzarum eigentlich nur ein Ort in Frage, wo es nach Unzucht,
Spitzbubigkeit und Frevel förmlich richt: Die Taverne im Grenzland. Falls es
ungläubige zu bekehren gibt, dann dort. Allein der Gedanke mit miesen
Kartenspielern, versoffenen Holzfällern und schlampigen Huren verkehren zu
müssen, lässt sie schon die Nase rümpfen. Den Göttern sei dank hat sie genügend
Thaler dabei, um sich dort das Leben einiger Maßen erträglich zu machen.
Hoffentlich muss sie sich nicht allzu sehr mit dieser Spinnerin abgeben.
Schließlich ist in ein paar Tagen wieder ein Fest am Königshof, bei dem sie
nicht fehlen darf.
(Dein Charakter trägt ein ziemlich großes Schwert mit sich herum, dass sie auch
einiger maßen beherrscht; die Kleidung sollte standesgemäß sein; einen
Wappenrock der Bruderschaft kann dir Alex mitbringen, melde dich am besten noch
mal bei ihm. Du solltest dir auf jeden Fall die Beschreibung der Bruderschaft
auf der Vereinsseite durchlesen, auch wenn dein verwöhnter Charakter allen
Anschein nach nicht viel darauf gibt)
Deine zentrale Motivation ist: Auftrag erfüllen/Unterhalten werden

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