Die Vorgeschichte

In den westlichen Ausläufern der unbezwingbaren Nebelberge, am südlichsten Rand der Erédischen Westmark, am Flusse Ander, wurde ein undenkbar alter Schrein gefunden. Diesem Zeugnis eines längst vergangenen, die fruchtbaren Ufer das Ander bewohnenden Volksstammes, ward nun durch die Anderporther Schiffbauerzunft ein Dach gegeben, hernach zu einen Tempel ausgebaut, einer Heimstadt Aedaris in diesen unheimelig gottlosen Gefilden. Trotz dieser großmütigen Handlung, scheint sich Widerstand zu regen gegen dieses gottgefällige Werk. So barsten Gerüste, Holzlieferungen von für ihre Zuverlässigkeit bekannten Händlern blieben aus und jeden Morgen wurden undeutbare Zeichen unweit des Schreins gefunden, die so manchen Handwerker in Angst und Schrecken versetzten. Nicht nur den ewigen Schwarzsehern allein mag es so vorkommen, als trachte eine unbekannte Macht danach die Einweihung des Tempels mit allen erdenklichen Mitteln verhindern zu wollen. Diesen Widrigkeiten zum Trotz rückt der Tag der Einweihung am 18. des Sondth im Jahr der Sonne näher...

So erging vor gar nicht langer Zeit in vielen Landen folgender Aufruf:
 

Höret, Höret !

Am 18. des Sondth im Jahr der Sonne wird der erste Tempel in der Westmark dem Gotte Aedari geweiht. Reisende und Gläubige aller Lande kommet, um dem heiligen Ritus und den anschließenden Festlichkeiten beizuwohnen. Möge der Segen des Milux Eure Anreise begleiten.
 

Der Hohepriester zu Anderporth
Widemar Ilvasmut

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