Die Vorgeschichte
Zwischen den Nebelbergen im Westen, dem Fluss Ander im Süden und den großen Steppen des Nordens liegt das kleine Königreich Erédia. Ein Land, in dem Ruhe und Frieden das Leben der Einwohner bestimmen und, abgesehen von einigen Grenzkonflikten mit dem Nachbarland Lawegon, sich kein Erédier Sorgen um seinen wohlverdienten Lebensabend machen muss.
Wäre da nicht im Herzogtum Wattenberg, zwischen den Gemarkungen Mutzlar und Balhorn, ein Wald, in dem in letzter Zeit gar seltsame Dinge vor sich zu gehen scheinen. So berichteten Holzfäller von des nachts gehörten dumpfen Schlägen, quälenden Schreien und anderen grauenerregenden Lauten. Selbst der ehrenwerte Graf Wittekind von Balhorn, ein sonst sehr angesehener Mann, deutete an, finstere Schatten im Unterholz erblickt zu haben. In den umliegenden Ortschaften häuft sich die Anzahl derer, die vermisst werden und in den Tavernen munkelt man, dass nicht jeder der den Wald betritt, ihn auch wieder verlasse.
Bedingt durch diese Vorkommnisse entschloss sich der Graf Avan vom Sande, in dessen Lehen ein großer Teil des Waldes liegt, eine Gruppe wagemutiger Recken aufzustellen, um den Gerüchten auf den Grund zu gehen. So ging alsdann folgende Schrift
im Lande Erédia umher:
Höret, Höret !
Wir, Graf Avan vom Sande, Lehnsherr von Mutzlar, fordern alle tapferen Recken, die furchtlos genug sind, auf sich am 13. des Sonth an der Hubertushütte in der Gemarkung Mutzlar zu versammeln, um dem Treiben in den Wäldern ein Ende zu bereiten.
Bei Erfolg werden wir euch angemessen entlohnen.
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