Die Vorgeschichte


Wir schreiben das Jahr des Raben, im 17. Jahr der Herrschaft König Iandals des Dritten, in vielen Ländern auch bekannt als Iandal der Gutmütige. Trotz schlechter Prophezeiungen kam es in dem kleinen Königreich Erédia zu keinen besonderen Vorkommnissen. Der letzte Winter war mild, der Frühling sonnenreich. Der Sommer begann und auf den Feldern reifte das volle Korn. Der Wein dieses Jahres vermochte sogar die vorhergegangenen Jahrgänge zu übertreffen. Die Götter schienen dem Lande wohlgesonnen zu sein und der König genoss hohes Ansehen im Volk. 

Nach Jahren der Ruhe und des Friedens schienen sich dann die Beziehungen zu dem einst verbündeten Nachbarland Lawegon zu verschlechtern. Durch den Bau einer Burg auf dem Berg Falkenstein und einer Verstärkung des Heeres von Erédia entschloss sich der Großherzog von Lawegon, das seit Generationen bestehende Bündnis aufzulösen und seinerseits die Grenztruppen zu verstärken. In der letzten Zeit soll es zu sonderbaren Ereignissen gekommen sein, ein Berater des König sei kurz nach einem Besuch in Erédia verstorben, was zu einer weiteren Verschlechterung der Lage führte.

Vor einigen Monaten sandte nun König Iandal seinen Hofbaumeister, um mit der Errichtung der Burg Falkenstein zu beginnen. Diese soll nahe der Armathanstraße, einem bedeutenden Fernhandelsweg, erbaut von den Herrschern des sagenumwogenen Großreichs Neskeril, welches jedoch schon seit Tausenden von Jahren in Trümmern liegt, erreichtet werden. Man munkelt jedoch, dass immer noch einige der seltsamen Bauwerke dieses Reiches in fernen Ländern existieren sollen, seine dunkle Magie habe jedoch schon damals ihr Ende gefunden.

Nun sind wieder einige Wochen verstrichen, in denen sich eine auffällige Ruhe über das Land gelegt hat. Doch wer weiß, wie lange dies noch andauert...


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