Conbericht

 
Eines Abends, irgendwo in einer Taverne in irgendeiner Stadt.

Ihr wollt also von den Abenteuern, die ich auf meiner Reise erlebt habe hören? Nun gut, so sei es. Wie ihr ja schon wisst befinde ich mich auf einer Suche und diese Suche führte mich eines Tages auf eine Burg. Aber bevor ich diese erreichte geschah etwas anderes.
Auf meinem Weg zu dieser Burg kam ich an einem Gasthaus vorbei, welches einem gar seltsamen Vogel gehörte. Dieser Wirt war Wirt und Narr zugleich. Ein Scherzkeks gar. Auf jeden Fall erfuhr ich von ihm von dieser Burg. Zuerst muss ich aber noch sagen, dass ich nicht der einzige war, der sich schnell für die Reden des Wirtes interessierte. Neben mir waren noch ein Ritter, namens Tamord, ein Söldner, namens Furor, und ein Prophet, der sich Ginstor nannte, in der Taverne. Der Wirt erzählte uns nun von der Burg, die den Namen Falkenstein trägt. Eigentlich war es noch keine Burg, da sie sich noch im Aufbau befand. Auf ihr sollten gar schreckliche Dinge passieren, Menschen würden verschwinden und nachts wären seltsame Geräusche zu vernehmen.
Über das Erzählen des Wirtes begann die Nacht hereinzubrechen und da er uns keine Schlafgelegenheiten anbieten konnte, verwies er uns auf eine Herberge, die bei der Burg stand und damit wir auch sicher dort ankämen begleitete uns der Wirt sogleich zu diesem Orte.
Allmählich wurde es Nacht und als wir die Herberge erreichten war es bereits völlig finster. Aber ein warmes Licht strahlte uns aus der Herberge entgegen. Als wir sie betraten, wart dort bereits allerlei Volk anwesend und wie sich nach einigen Gesprächen und ein paar Hörnern Bier herausstellte, waren alle Anwesenden, mit Ausnahme des Herbergsvaters, der ein älterer sehr geschwätziger Mann war, dem ein Auge fehlte, dem Koch, einem Ritter, der sich permanent in der Herberge einquartiert hatte, einem Heiler und dem Narren, der uns begleitete, alle Anwesenden aus dem Grunde da, weil sie etwas über die gar seltsamen Vorgänge auf der Burgbaustelle gehört hatten.
Dann erschien ein Graf in der Herberge. Es stellte sich heraus, dass dieser vom König des Landes und Bauherr der Burg, ausgesandt wurde um die seltsamen Vorgänge auf der Ruine zu erforschen. Ohne sich lange auf zu halten fragte der Graf, wer ihm helfen wolle die Vorfälle zu untersuchen und zu klären; und als er dann noch verkündete, dass alles, was an diesem Abend gegessen und getrunken würde auf den König ginge, waren alle Anwesenden sich einig, dass man den Grafen nicht alleine vor seiner Aufgabe stehen lassen konnte.
Im Laufe des festlichen Essens tauchten ein paar Elfen auf, von denen einer ein großer Magier war. Auch sie interessierten sich für die mysteriösen Vorgänge und boten ihre Hilfe an.
So wurde dieser Abend zu einem rauschenden Fest. Jedoch wurden alle an den ernst ihrer Aufgabe erinnert, als mitten in der Nacht seltsame Geräusche zu vernehmen waren. (Nicht, dass das der Fete irgendwie geschadet hätte...)

Am nächsten Morgen versuchte die Truppe erst einmal sich zu organisieren und zu klären, wo man denn nun anfangen solle. Und da dies keine klaren Ergebnisse erbrachte, beschloss man zunächst einmal die Umgebung der Burg abzusuchen. Der Vormittag ging so ohne Erfolge ins Land und die Truppe beschloss zur Herberge zurückzukehren um das Mittagsmahl einzunehmen. Während man dies tat, tauchte ein fahrender Händler auf, der von einem Magier begleitet wurde.
Nach dem Essen zog die Truppe wieder aus um nahe der Grenze zum Nachbarland zu suchen, da viele der Ansicht waren, dass die Schurken von dort etwas mit den Vorfällen zu tun hatten.
Auf der Baustelle verblieb neben dem neu eingetroffenen Magier ein Priester des Maximus und Hamilions, um dort weitere Untersuchungen anzustellen.
Während wir, nach erfolgreicher Suche, einige Zeit später wiederkamen mußten wir feststellen, daß eine Räuberbande die Baustelle überfallen hatte, wobei der Magier und der Priester verletzt wurden, es ihnen aber gelang die Räuber zu vertreiben.
Das Ergebnis unsere Suche brachte einen Bauplan der Burg und Stück eines Wappens des Nachbarlandes hervor, was den Verdacht erhärtete das die Schuldigen dort zu finden sein. Der Magier hatte bei seinen Untersuchungen herausgefunden, das im großen Maße Magie auf der Baustelle ausgeübt worden war, weswegen wir unsere Suche nun auf die Baustelle selbst konzentrierten, wobei wir einen Stoffetzen eines edlen Gewandes fanden. Da uns der niemand auf der Burg weiterhelfen konnte, den Stoff zu identifizieren, beschlossen wir, den fahrenden Händler zu suchen, da dieser ja noch nicht so weit gekommen sein konnte. Außerdem bat uns der Graf nach einem Boten zu suchen, den er schon erwartete, der aber nicht erschienen war. Den Boten fanden wir schnell, wobei wir zuerst seine Nachrichten fanden, die er überbringen sollte und erst dann seine Leiche. Nachdem wir ihn beigesetzt hatten, setzten wir die Suche nach dem Händler fort, den wir schließlich auch fanden, zum Glück lebend. Dieser konnte uns auch helfen und wir erfuhren, dass dieser Stoffetzen zu dem Gewand eines Mönches gehörte, der vor kurzem auf der Baustelle gewesen war.
So kehrten wir zur Baustelle zurück um erneut zu beraten und auszuruhen.
Dort angekommen mussten wir feststellen, dass der Magier, der am Vormittag eingetroffen war, bereits wieder abgereist war. Dafür überkamen den Propheten Visionen, welche von einem dunklen Orte und Prüfungen sprachen.

Der nächste Schritt bestand in der Analyse unserer Erkenntnisse. Hierbei spaltete sich die Gruppe in zwei Lager: die einen, die den Erfolg vor Augen sofort weitersuchen wollten und die anderen, die aufgeben wollten oder zu erschöpft waren, um weiter zu suchen. So machte sich eine stark dezimierte Gruppe auf den weiteren Weg. Allerdings wurde diese Gruppe vom Grafen persönlich unterstützt.
Nach einem längeren Fußweg kamen wir so an eine Hüte, aus der Rauch hinaus kam. Misstrauisch wegen der Ruhe um die Hütte gingen wir äußerst vorsichtig und mit gezogenen Waffen in sie hinein, während der Priester des Maximus und Hamilion die Hütte von außen sicherte. In der Hütte fanden wir einen der verschwundenen Bauarbeiter, der zudem noch verletzt war. Gerade als wir ihn soweit stabilisiert hatten, das er reden konnte, tauchte plötzlich, wie aus dem Nichts, der Elfenmagier, der auch am letzten Abend in der Herberge zugegen war, auf. Mit einem Zauberspruch brachte er den Bauarbeiter zum Schweigen, woraufhin wir von ihm Rechenschaft verlangten (und ihm mehrmals mit dem Tod drohten). Der Elfenmagier erwies sich als wahre Wissensquelle und so erfuhren wir, dass die Mysteriösen Vorgänge auf der Burg mit bösen Geistern zu tun hatten, die durch den Mönch, der vor einiger Zeit auf der Baustelle war, aus ihrem Gefängnis befreit wurden. Außerdem erklärte sich der Elf bereit uns bei der weiteren Suche zu helfen und erklärte uns, dass wir vier Runensteine und einen Zauberstab benötigten, um dem unseligen Treiben der Geister ein Ende zu setzen. Er selbst war in Besitz eines Runensteines. Den zweiten würden wir auf einem Berg finden.
So führte und der Elf zu dem Berg und wir stiegen hinauf. Auf dem Berg wurden wir vom Ehrwürdigen des Berges vor ein Rätsel gestellt, welches entweder den Tod oder den Runenstein erbringen würde. So stellte der Ehrwürdige dem ersten unserer Gruppe das Rätsel und er scheiterte. Dann dem zweiten, dem es nicht besser erging. Zum Glück erwiesen sich beide als widerstandsfähig und so wurden sie nur verwundet und nicht getötet. Nun war ich an der Reihe und ich löste das Rätsel. Der zweite Runenstein war also unser. Großzügig erklärte sich der Elfenmagier die beiden Verletzten zu heilen. Und der Abstieg begann.
Am Fuße des Berges sagte uns der Elf, dass wir den dritten Runenstein an einem dunklen Orte finden würden, an dem schon viele den Tod fanden. Der einzige Ort der damit gemeint sein konnte war ein großer Sumpf und so ergab sich unser nächstes Ziel.

Auf dem Weg dorthin trafen wir auf einen Elfenwaldläufer, der uns zu jenem Sumpf führte und sich auch bereit erklärte nach Kräften zu helfen. Plötzlich hörten wir einen Schrei und der Händler kam, die pure Angst im Gesicht, uns entgegengelaufen, wobei er uns entgegenrief, dass wir um unser Leben laufen sollten. Unsicher und mit gezogenen Waffen gingen wir weiter. Schließlich erreichten wir das Moor und durften auch sogleich feststellen, was den Händler so erschrocken hatte. Ein grauenerregendes Sumpfmonster, welches ein riesiges Schwert schwang, griff uns an. Der Kampf war äußerst hart und dauerte sehr lange. Obwohl wir ihm zahlenmäßig haushoch überlegen waren, hatten wir unsere Mühe das Monster zu besiegen. Aber wir schafften es, mussten aber feststellen, dass keiner von uns unverletzt war und so heilten wir die schlimmsten Wunden mit Hilfe der Magie und verbanden die leichteren. Danach suchten wir im Moor den dritten Runenstein und fanden ihn schließlich auch.
Der Elfenmagier sagte zu uns, dass der vierte im Besitz eines Mannes ist, der nicht das ist, was er zu sein scheint. Da wir aber sehr erschöpft waren und wegen des harten Kampfes dringend Verstärkung benötigten, beschlossen wir zunächst zur Baustelle zurück zu kehren. Unterwegs trafen wir noch auf den Ritter Tamord, der sich schrecklich darüber ärgerte, dass er bei dem Kampf nicht zugegen war.
Auf der Burg angekommen wollten die, die dort geblieben waren, wissen was passiert ist und so mussten wir alles ausführlich erzählen. Auch der Herbergsvater hörte uns zu und wollte anschließend die Runensteine sehen. Als wir sie hervorholten sagte er, dass er auch so etwas habe und verschwand dann, um in seinen "alten Sachen" zu suchen. Als er wiederkam hatte er eine kleine Truhe dabei. Als wir sie öffneten fanden wir den vierten Runenstein und einige Magie- und Heiltränke. Während wir, die immer noch verletzt waren und auch einiges unserer magischen Kraft verbraucht hatten, einige der Tränke zu uns nahmen, erzählte der Herbergsvater von den alten Zeiten, als er noch für den König in den Krieg gezogen ist.

Als alle wieder bereit waren erzählte der Elfenmagier, dass der Zauberstab, den wir noch benötigten, sich in Besitz eines bösen Magiers befände, der in einem Turm nicht weit von der Baustelle entfernt leben würde. Diesmal machte sich die ganze Gruppe auf um den Zauberstab zu holen. Da mittlerweile die Nacht hereingebrochen war, wurde der Weg zum Turm des Zauberers, dessen Name Gorgomil lautete, äußerst beschwerlich. Am Turm angekommen wollte der Elfenmagier mit ihm verhandeln, wurde jedoch durch einen sehr mächtigen Zauberspruch außer Gefecht gesetzt. Daraufhin begannen wir einen Sturmangriff auf den Turm. Wobei der Magier von diesem aus mit magischen Blitzen schoss und einige unserer Leute verwundete. (Unter anderem wurde auch unser Barde vom Blitz getroffen und trat, als er mit schmerzverzerrtem Gesicht fortlief, auf den unglücklichen Elfenmagier, der auf dem Boden lag.)
Als der böse Magier erkannte, dass er eingeschlossen war, erklärte er sich zu einem Duell bereit, allerdings nur gegen einen anderen Magier. Da der Elfenmagier verwundet war und kein anderer Magier mehr anwesend war, viel die Wahl auf ... MICH. Mein Los tragend schritt ich zum Duell. Auch dieser Kampf dauerte sehr lange. Schläge wurden ausgeteilt und eingesteckt. Zu meinem Glück verfügte mein Gegner über keine magische Energie mehr und ich konnte meine dazu verwenden meine Wunden wieder zu schließen. Aber mein Gegner war zäh. Und es gelang mir nur mit viel Mühe ihn nieder zu strecken. Erschöpft und schwer verwundet sank auch ich neben ihm zu Boden. Allerdings lebte ich noch. Ich hörte noch wie um mich herum Jubel ausbrach und spürte als nächstes, wie mir Bandagen angelegt, Heiltränke eingeflößt und andere Wunden mit Magie geschlossen wurden. Als ich wieder zu mir kam, sah ich mehrere Heiler über mich gebeugt, die mir auch sogleich auf die Beine halfen. Als ich wieder stand, strömten mir die Jubelschrei der restlichen Kämpfer entgegen. Es wurde Zeit auf die Burg zurück zu kehren und das Verbannungsritual vorzubereiten., um der Sache ein Ende zu bereiten.

Während der inzwischen versorgte Elfenmagier das Ritual vorbereitete feierten einige Kämpfer schon unseren Sieg und ich musste schon mehrmals den Kampf in allen Einzelheiten erzählen.
Dann war es soweit. Die Vorbereitungen für das Ritual waren abgeschlossen und es konnte beginnen. Zuerst mussten die Runensteine in einem Holzblock zusammengefügt werden. Dann wurde der Zauberstab hinzugefügt. Abschließend sprach der Elfenmagier den Bannspruch. Als er die letzten Worte ausgesprochen hatte war dreimal hintereinander ein lauter Knall zu hören. Dann herrschte Stille und ich konnte fühlen, wie die magische Aura auf der Baustelle schwächer wurde; auch der Elfenmagier spürte dies und so waren wir uns sicher, dass wir erfolgreich waren. Die Geister waren gebannt, das normale Leben konnte an diesen Ort zurückkehren.
Jetzt wurde es Zeit den Sieg zu feiern, was wir auch ausgiebig taten.
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns voneinander und jeder ging wieder seine Wege.

Wer ich bin wollt ihr wissen? Nun, mein Name ist Alarith.

Von Nils Georg

 

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