Der Söldner Vento Anzy

 
Ich bin der Sohn des Waffenschmiedes Ango Anzy und seiner Frau Tyrna, die am Hofe des Königs Fasold von Thanien ihre Arbeiten verrichten. Durch den Beruf meines Vaters habe ich auch schon früh in der Schmiede mitgeholfen, hatte aber mehr mit der Benutzung der Waffen zu tun, als mit der Präzisierung bzw. Spezialisierung der Schmiedekunst. Somit war ich mit wenigen Jahren fest davon überzeugt, Krieger zu werden, anstatt, wie es sich mein Vater wünschte, die Laufbahn eines Waffenschmiedes einzuschlagen. Da der Beruf meines Vaters als Meister seines Faches beim Hof sehr bekannt war und ich als Jüngling schon mit den Söhnen höhergestellter Adliger und guten Freunden des Königshauses kämpfen übte (wir schlugen uns eher die Köpfe ein, obwohl sich meine Wenigkeit und die anderen Schmiedssöhne, wegen der frühen Kenntnis von Waffen und deren Benutzung, uns von den anderen Jungen absetzen konnten und uns meist nur untereinander duellierten) wurde ich schon frühzeitig (eigentlich "zu früh" für mein Alter) in der Kunst der Waffentechniken im Kampf unterwiesen. Ich lernte sehr schnell und wurde sogar in geheime Techniken eingeweiht. Acht Jahre lang wurde ich geschult, im Nahkampf wie im Fernkampf und absolvierte dann die Prüfung zum Waffenmeister, doch dies war nicht der Höhepunkt meiner Laufbahn am Hof.

Noch in den Zeiten des Friedens schickte der König nach mir. Er erteilte mir die ehrenhafte Aufgabe seine Tochter Eryn in der Schwertkunst zu unterweisen. Ihren jungen, temperamentvollen Charakter konnte ich durch intensive Meditation bremsen, bevor wir zu den Schwertern griffen und die ersten Bewegungsabläufe übten. Neben ihrer Klugheit und ihrem Geschick mit der Fidel lernte sie sehr eifrig und entwickelte ihren eigenen Kampfstil, der so ausgeweitet werden könnte, dass er nicht nur mit meinem Stil gleichkommt, sondern noch eher meinen übertreffen könnte. Ungefahr nach drei Jahren Ausbildung wurden meine Fertigkeiten im Heer benötig, da sich die Differenzen zwischen Arum und Thanien immer mehr vergrößerten. Durch diesen sich anbahnenden Krieg verlor ich eine Schülerin, die mir sehr ans Herz gewachsen war und mehr als nur eine Schülerin für mich war.
Als Kommandant im Heer hatte ich viel zu tun, einerseits die Ausbildung in manchen speziellen Bereichen, andererseits die Suche nach dem Maulwurf in Thanien, da uns Arum immer einen Schritt vorraus war, sei es in Strategie oder Aufstellung des Heer, bei jedem Angriff hatten wir es schwer keinen weiteren Landstreifen zu verlieren, doch der Rückzug war wohl der Befehl, den ich am Häufigsten geben mußte. Bis auf das Schloss des Königs wurde nach und nach Thanien eingenommen, doch auch das Schloss sollte nicht lange halten. In der letzten entscheidenden Schlacht wurde König Fasold vom Maulwurf persönlich getötet, es war sein treuer Berater Loki, den ich zwar nicht für besonders vertrauenswürdig hielt ,ihn aber hätte nie verdächtigte. Ich sah den Stoß in den Rücken mit an, konnte es aber nicht verhindern. In letzter Verzweiflung schoss ich noch auf ihn, ob ich ihn traf oder nicht weiß ich bis heute nicht, da seine persönliche Leibgarde mich nach dem Schuss bedrängte. Es blieb mir nichts anderes übrig, als aus Thanien zu fliehen, immer mit einem wachsamen Auge, da ich seit diesem Schuss immer wieder von Lokis Männern verfolgt werde, um mich zu töten.

Ich zog nach Westen in die Mittellande und verdiene mir ein wenig Geld als Söldner, aber nicht als Vargas Anzy, sondern als Vento Anzy, da es zu riskant ist meinen wahren Namen zu tragen. Die letzte Schlacht liegt jetzt zwei Jahre zurück und eines Tages fand ich mich in Fridislar in der Taverne "Zum Drachentöter" ein, wo ich Eryn wieder fand. Seit diesem Zeitpunkt ziehe ich mit ihr weiter umher ,immer mit der Gefahr im Rücken, dass Lokis Männer uns von irgendwo beobachten. Eryn erzählte mir, dass sie entthront, verbannt und gebranntmarkt wurde, was die Situation nicht verbessert, da die Möglichkeit besteht, dass es Loki nicht ausreicht Eryn verbannt zu haben, sondern erst dann zufrieden ist, wenn seine Männer ihm ihre Leiche präsentieren.

Zum Glück haben Eryn und ich schon neuen Bekannte und Freunde gefunden:

Aufzählung

Die Halbelfe "Siria"

Aufzählung

"Wilbert von Falkenthal", Jagdmeister des Herzogs Hektor von Hellensberg

Aufzählung

"Merethiel", die Elfe aus Eredia

Aufzählung

"Füchschen", eine Waldläuferin und neue Gefährtin von Eryn

Aufzählung

Der Kleriker "Tyrion"

Aufzählung

"Ludolf Harbek.", Handelsherr zu Mutzlar, für den ich schon als Söldner diente

 

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