Der Barbar
Naugrim
Soweit er zurückblicken konnte, vegetierte er unter Orks. Diese Kreaturen
nannten ihn "Snaga" (ork. Sklave), denn er musste in den Bergwerken
des Dungeons schuften und sie trieben ihn mit ihren Peitschen an. Unter
dieser Schmach wurde er stark und widerstandsfähig. Die Orks übten ihre schwarzen
Künste an ihm und ihm Laufe der Zeit wurde er gegen viele ihrer teuflischen
Gifte immun. Sie folterten ihn zum ihn zum Vergnügen und ein besonders großer
und grausamer Ork beschnitt ihn eine seiner Hände. Und mit der Zeit
entwickelte er einen unendlichen Hass auf das dunkle Volk und kam zur der
Leere: "Wenn es nach Moder stinkt, können die Orken nicht weit sein."
Doch als eines Tages die Orks auf Kriegspfad waren und nur wenige als
Wächter zurückblieben, erschlug der Sklave den riesigen Ork, der als Wächter
zurückgeblieben war, mit einer Spitzhacke. Seine Mitgefangenen taten es ihm gleich
und versuchten ihre jahrelangen Unterdrücker mit ihren Ketten zu erwürgen
oder mit Werkzeug auf sie einzuschlagen. Doch die Orks konnten den Aufstand
niederschlagen und töteten viele. Er und wenige andere konnten aber in die
Oberwelt.
Doch in den dunklen Wäldern trennten sich ihre Wege und viele der
Entkräfteten wurden von wilden Tieren getötet. Er fiel nach langem Marsch
bewusstlos zu Boden.
Am nächsten Morgen erwachte in Felle gewickelt in einem Zelt. Barbaren
hatten ihn aufgenommen und gaben ihm zu essen. Lange lebte er unter den Barbaren
des Nordens und nahm ihre Lebensweise an. Er wurde in ihren Stamm aufgenommen
und Naugrim genannt. Naugrim wurde ein großer Krieger und mit den wilden
Horden unternahm er viele Raubzüge. Am Tage wurde gekämpft und in der Nacht wurde
gefeiert. Viele Jahre kämpfte Naugrim mit den Barbaren und erschlug etliche
Orks und anderes Volk mit seiner großen Axt.
Doch Naugrim wurde der Raubzüge müde und als sich die Barbaren nach einem
großen Sieg in einer ausgeräucherten Burg zum Festmahl versammelten, sagte er
ihnen, dass er sie verlassen werde. Als es wieder hell wurde, verließ Naugrim
die Barbaren, denn er spürte, das er keiner von ihnen war. Er kannte nie
seinen wirklichen Namen oder sein Volk oder den Ort aus dem das schwarze Volk ihn
verschleppt hatte.
Nur kurze Zeit wanderte er immer nach seiner Heimat
forschenddurch die Lande. Irgendwann überquerte er die Grenzen Erédias. Nun
arbeitet er dort gelegentlich Söldner und schwingt seine Streitaxt gegen das
dunkle Getier und blutrünstige Vagabunden, die das Reich Iandals des Dritten
unsicher machen.

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