Anlässlich der ach so lang vergangenen Heldentat Klaus von Madgas wurde nun diese Mär lyrisch verfasst. Der Autor beruft sich des weiteren immer auf Künstlerfreiheit, sollte es historische Unstimmigkeiten geben:

 
Der Drachentöter

 
Es ist schon viele Jahre her,
als Erédia noch Drachen kannte,
damals war das Leben schwer,
denn ein großer Wurm verbannte
Männer, Frauen, Kinderlein,
aus Kelds dem alten Orte,
die zogen nun ins Land hinein,
man hörte ihre Klagensworte.
 
Auch hörte ein Ritter ihren Jammer,
man nannte ihn Klaus von Madga, den Recken,
er schwang wie ein Meister den Kriegshammer,
nun ritt er nach Kelds mit seinem Schecken.
Lang war sein Weg von Friedeslar,
doch zog er hurtig durch die Lande,
er sah Erthras Welt wunderbar,
doch dann sah er des Wurmes Schande.

Der edle Ritter behielt doch den Mut,
voll Tatendrang sah er auf die Aschehügel.
Von Madga hielt das Greifenwappen gut,
und ritt in die Grotte mit kurzem Zügel.
Er irrte durch die Gänge von Kelds,
roch des Drachen uralten Moder,
und sah des Hortes Gold und Geld,
doch plötzlich rote Flamme loder.
 
Der Drache lag in voller Länge,
es stank nach Schwefel und Feuer,
hatte Zähne und blutrote Fänge.
Sehr stark war das Ungeheuer.
Von Madga zog den längsten Dolch,
leise schlich er wie ein Fuchs an ihn heran,
doch plötzlich erwachte der Molch.
 
Wer wusste was das Schicksal für Madga ersann?
Das Untier es spie mit mit Feuer,
sein Schwert glühte wie Rofls Truhe,
die Hände glühten ungeheuer,
doch seine magischen Handschuhe
schützen den jungen Ritter.
 
Madga nahm sein langes Schwert,
der Wurm, er schrie nun bitter,
die Klange traf den Feuerherd.
In Strömen floss das Würmerblut,
das Untier von Kelds verließ die Welt.
Der Ritter nahm des Hortes Gut,
man feiert ihn nun als Held.
 
Von Madga trank vom rotem Saft,
lange blieb er stark und jung,
das Blut, es gab ihm göttlich Kraft,
wirkt besser als des Kabas Dung.

 

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