Freude beim Wandern

 
Wer recht in Freuden wandern will, der geh der Sonn entgegen;
da ist der Wald so tempelstill, kein Lüftchen mag sich regen.
Noch sind nicht die Lerchen wach, nur im hohen Gras der Bach 
singt leise den Morgensegen.

Die ganze Welt ist wie ein Buch, darin uns aufgeschrieben;
in bunten Zeilen manch ein Spruch, wie Tiori uns treu gelieben.
Wald und Blumen nah und fern und der helle Morgenstern
sind Zeugen von seinen Kräften.

Da zieht die Andacht wie ein Hauch durch alle Sinnen leise,
da pocht ans Herz die Liebe auch in ihrer stillen Weise.
Pocht und Pocht, bis sich's erschließt und die Lippe überfließt
Von lautem, jubelndem Preise.

Und plötzlich lässt der Chi-ta im Wald sein Lied erklingen,
in Berg und Tal erwacht der Schall und will sich aufwärts schwingen.
Und der Morgenröte Schein stimmt in lichter Glut mit ein:
Lasst uns den Göttern lobsingen!

 

[ Sitemap ] [ Impressum ], © Vergessene Welten e.V.