Patrizierfamilien in Fridislar


Patrizier ist die Bezeichnung für Angehörige der alteingesessenen Oberschicht in Fridislar. Sie sind die Familien berühmter oder einflussreicher Vorfahren. Außerdem nehmen sie für sich in Anspruch, die Nachfahren der Gründungsväter Fridislars zu sein. Die Patrizier gelten (innerhalb der Stadt) dem landgesessenen Adel als ebenbürtig.
In Fridislar gibt es 13 Patrizierfamilien, von dem jede einen Sitz im Senat inne hat. Auch die wichtigsten Ämter innerhalb der Stadt sind von Patriziern besetzt. Jedoch kann unter besonderen Bedingungen der Senat auch entscheiden, einen Bürger außerhalb des Patriziats für ein bestimmtes Amt einzusetzen.
 

Familie Hardehäuser:

 
Der Patrizier Severus Hardehäuser, im Beruf Obst- und Gemüsehändler, ist das Oberhaupt der Familie Hardehäuser. Ihm gehört der prächtige Hardehäuser Hof in Fridislar. Er ist bereits zum zweiten mal verheiratet, seine beiden Kinder sind aus der ersten Ehe. Der Älteste ist Senator Lucius und der Jüngere Priester Rufus. Seine erste Frau hieß Gertrud „Trude“, sie starb an einer Herzschwäche. Seine derzeitige Frau Eleonora „Nora“ aus dem


 

Handelshaus Harbeck zu Mutzlar wurde ihm nahegelegt, da er mit der Mitgift seine Schulden begleichen konnte. Sie ist die Schwester des allseits bekannten Handelsherren zu Mutzlar und Mittelgoth, Ludolf Harbeck. Die Hochzeit arrangierte Marianne Pappenheimer. Er liebt seine Frau sehr und sieht sie mittlerweile als sein wichtigster Ratgeber.
Damit sein Handelsunternehmen höhere Gewinne abwirft, versucht er alisische Waren mit ins Sortiment zu nehmen. Sein Wunsch, Rahum Bandora ibn Barq al Muskir aus Großwillingsgoth als Handelspartner zu gewinnen, wurde durch ein Treffen bei der 150-Jahresfeier des Drachentöters erfüllt. Sein Cousin Arkun Varudschi ibn Rashid al Muskir führte die Verhandlungen beim Festmahl des Hauses Hardehäuser fort.
 

Familie Scholzenberg:

Herbort Scholzenberg ist der Stadtbaumeister von Fridislar. Durch den Marmorhandel und das Wissen über Architektur war die Patrizierfamilie Scholzenberg seit Gründerzeiten für das Bauwesen von Fridislar verantwortlich. Als einziger Erbe seines Vaters Leonhardt Scholzenberg ist er Eigentümer des Fridislarer Steinbruchs und importiert Marmor von überall her. Ohne seine Genehmigung für neue Bauten ist niemandem erlaubt etwas in Fridislar


 

 zu errichten. Als alteingesessener Bewohner von Fridislar liegt ihm viel am Erhalt des Stadtkerns. Die Befestigungsanlagen würde er jedoch am liebsten doppelt so prächtig bauen, damit man allein beim Anblick der Befestigung als Fremder im Boden versinken möge.
Er plant derzeit den Umbau des Hafens in ein Hafenviertel mit Befestigung, allerdings ist dem Senat die Erweiterung des Pantheontempels wichtiger. Der Kämmerer Quintus Büraberg hält diese Verwirklichung nur mit einer erheblich Erhöhung der Steuern für möglich.
Trotz seiner verblichenen Schwester Gertrud Hardehäuser klügelt er gerne mit seinem Schwager Severus und betreibt weiterhin Vetternwirtschaft. Trotz seines Misstrauens Erediern gegenüber ist er sonst einen sehr gerechter Mensch. Vor zwei Jahr hat er seinem Freund Siegbert Sorgenlos aus der Untersuchungshaft geholfen. Als treuer und traditioneller Mensch von Fridislar ist er natürlich auch verheiratet. Seine Frau Hertha ist Witwe aus dem Hause Anderburg und Schwester von Schwertbruder Gerthold. Er riet ihr sich neu zu vermählen. Ihr anderer Bruder Senator Balduin Anderburg, arrangierte die Verlobung.


Familie Pappenheimer:

Trumbas Pappenheimer, reicher und angesehner Gewürz- und  Salzhändler, ist das Oberhaupt der Familie Pappenheimer. Er ist Meister der Gewürzhändlergilde, Ehren-vorsitzender der Carolus-Ehrtra-Gedächtnis-Stiftung und großzügiger Spender an die Armen- und Siechenhäuser. Sein Urahne war ein enteigneter Lawegonischer Adeliger. Das Land seines Vorfahren wurde dem Freiherrn zu Rieda angeboten, was die


 

Begehrlichkeit des Senators weckte und ihn veranlasste bei den Verhandlungen mitzubieten.
Seine Frau Marianne Pappenheimer ist die Tochter von Guntram Feinstich, der kürzlich verstorbene wohlhabende Tuchhändler aus Hohenhewen. Ihr Vater Guntram hat sie bereits im Alter von 4 Jahren Trumbas versprochen. Sie wurde mit 14 Jahren verheiratet und mit 15 segnete sie Ehrtra mit einer süßen Tochter, Tjalla. Trumbas und Marianne bauten ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Gewürzhandel über viele Jahre aus. In seiner Abwesenheit leitet Marianne die Geschäfte allein. Außerdem vertritt sie Trumbas im Senat.
Um sich in Fridislar als Frau aus Eredia besser mit den ansässigen Patriziern anzufreunden, arrangierte sie die Hochzeit des verwitweten Severus Hardehäuser mit der wohlhabenden Eleonora Harbeck aus Mutzlar. Ihr Schwager Albrecht Pappenheimer gehört der Tiori Schwertbruderschaft an.


Familie Silbereisen:

Die Familie Silbereisen gehört zu den kleineren Patrizierfamilien in Fridislar. Justus Silbereisen ist erst kürzlich zum Münzmeister von Fridislar ernannt worden und tritt das Erbe seines Vaters Victor Silbereisen an, der viele Jahre auch Münzmeister war. Zuvor handelte Justus mit Edelmetall. Als neuer Münzmeister prägt er Silbermünzen in geringer Auflage. Derzeitig sucht er ein Motiv für eine Kupfermünze. Sein Wunsch wäre es auch


 

Goldmünzen zu prägen, wie die Alten aus der Kaiserzeit, was aber bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage nur schwer durchzusetzen ist.
Justus ist ein Gelehrter der arkanen Wissenschaften und studierte in Metzarum Theologie und Elementarwissenschaft. Er gehört zu den fünf Magiern in der Fridislarer Gilde.
Bei der Schaffung des Münzamtes schlug Senator Trumbas Pappenheimer seinen Bruder Albrecht Pappenheimer als Münzmeister vor. Albrecht ist angehöriger der Schwertbruderschaft. Da Schwertbruder Gerthold Anderburg Anstelle seines Bruders Priester Gaius Silbereisen das Richtschwert über die Kleriker erhielt und nicht noch ein Schwertbruder ein hohes Amt vertreten sollte, wählte der Senat Justus Silbereisen für das Münzamt.


Familie Büraberg:

Auch die Familie Büraberg gehört zu den kleineren Patrizierfamilien in Fridislar. Dennoch genießt sie großes Ansehen in der Stadt. Quintus Büraberg ist das Oberhaupt der Familie. Er ist der Kämmerer von Fridislar und kümmert sich um die Verwaltung und die Finanzen der Stadt. Ziemlich oft ist er sich nicht mit den anderen Senatoren einig, da seine bürokratische Ader sein Leben bestimmt und somit auch die Ausgaben von Fridislar. Die größten


 

Differenzen hat er mit dem Stadtbaumeister Herbort Scholzenberg, da dieser durch den Finanzplan des Kämmerers mit den ausstehenden Bauten nicht vorankommt, geschweige denn mit neuen Bauten beginnen kann.
Um aus der täglichen Bürokratie der Stadt hin und wieder entfliehen zu können, besucht er diverse Schenken in der Nordstadt. In solchen Momenten lässt er es sich nicht nehmen über die Strenge zu schlagen und ist daher bei manchen Wirten sehr bekannt. Auch dem anderen Geschlecht ist er nicht abgeneigt. Jedoch versuchen viele ärmere Frauen von Fridislar ihm ein Kind unterzujubeln, damit sie gesellschaftlich aufsteigen können. Alle Patrizier wissen, was für ein ehrbarer Mann Quintus ist, daher glaubt niemand den armen Frauen.


Familie Friedberg:

Die reichste Patrizierfamilie von Fridislar ist die Familie Friedberg. Rogan Friedberg ist der größte Geldverleiher in der Umgebung. Er hat mit seiner Frau Iries zwei Kinder, einen Sohn namens Alfons und eine Tochter Franziska „Franzi“. Seine Familie wohnt in dem verwinkelsten Haus am Marktplatz. Iries Friedberg ist eine sehr herzliche Frau. Auf dem Markt ist ihr Gesicht immer gern gesehen, da sie sich immer zu einem Schwätzchen mit dem Volk


 

hinreißen lässt. Ihre Gutmütigkeit hat sich immer ausgezahlt. Sie könnte keiner Fliege was zu Leide tun. Sie liebt ihre Kinder über alles, und diese tun es ihr gleich. Rogan glaubt, Iries würde sie zu sanft erziehen, das ein verweichlichter Mensch weder in seine Fußstapfen treten, noch in dieser Stadt längere Zeit überleben kann. Daher war es auch Rogans innigster Wunsch, dass sein Sohn Alfons ein genau so guter Geschäftsführer wird, wie er selbst. Leider hat das Schicksal für seinen Sohn einen anderen Beruf gewählt.


Familie Baumgard:

Guntram Baumgard, Kommandant über die Stadtgarde von Fridislar, ist das Oberhaupt der Familie Baumgard. Die Aufgaben als Senator findet er eher lästig als nützlich. Da aber kein anderes Familienmitglied das nötige Alter hat den Sitz im Senat zu übernehmen, ist er zusätzlich zu seinem Posten als Kommandant auch Senator. Da beide Ämter viel Zeit in Anspruch nehmen, hat er kaum Zeit für die Familie. Jedoch lässt ihn sein über-


 

bordendes Pflichtgefühl der Stadt gegenüber oft Dinge vergessen oder zur falschen Zeit am falschen Ort sagen. Es kommt oft vor, dass er während einer Senatssitzung einen militärischen Ton anstimmt und ihm eigentlich niemand wiedersprechen mag. Lediglich enge Vertraute legen ihm bei solchen Sitzungen nahe seine Endscheidungen nochmals zu überdenken.
Nach außen hin sieht es zwar so aus, als ob er ein zerstreuter Mann ist, der durch seine zwei Posten eindeutig zuviel Arbeit hat, aber durch sein militärisches Denken immer kontrolliert und herrisch mit den Mitbürgern umgeht. Sein Wort ist Gesetz. Die Offiziere der Stadtteile regeln die meisten Dinge selbständig, um ihn zumindest auf diese Weise zu entlasten.


Familie Weinreich:

Groldhart Weinreich, im Beruf Wein- und Spirituosenhändler, ist verheiratet und hat 5 Kinder. Als gut genährter Bürger in Fridislar ist er ein sehr netter und geselliger Mann, der auch wie Senator Quintus Büraberg trinkfest des Öfteren in Schenken der Nordstadt anzutreffen ist. Er ist der letzte Senator, der jährlich zum Fest des Drachentöters eingeladen hat. Doch wurde er von Trumbas Pappenheimer abgelöst, da er durch kleinere


 

Unreinheiten auf einem Drachentöter seine Glaubwürdigkeit als Senator verlor. Er wurde seines Amtes als Senator aus „Berufsgründen“ enthoben , das Amt wurde an seinen Bruder Herman abgegeben, was ihm aber durchaus recht war. Seitdem widmete er sich nun vermehrt um sein Wein- und Spirituosenhandel.
 


 

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