Das Herzogtum
Wattenberg
Wattenberg ist flächenmäßig das größte Herzogtum
Erédias. Das Land ist größtenteils flach und nur gelegentlich von ein paar
Hügeln durchzogen. Die Bevölkerung lebt hauptsächlich von der Zucht von Schafen,
die man überall auf den ausgedehnten Wiesen antrifft. Regiert wird es von
Friddrick von Wattenberg, dem erédischen Erzschenk und Heerführer. Die Familie
residiert aber schon lange nicht mehr auf ihrem Stammschloß bei Dyrelond,
sondern auf einer Burg unweit der Stadt Istha, der größten Ortschaft des
Herzogtums. Istha ist eine königliche Reichsstadt und wird von Patriziern
verwaltet. Nifal Jadermann, der reichste Patrizier der Stadt, ist der gewählte
Bürgermeister. In Istha befindet sich auch der berühmt berüchtigte Tempel der
heiligen Ilva mit zugehörigem Hospital, in dem schon Totgeglaubte geheilt
wurden. Die Bürger der Stadt sind halten sich heute eher aus der Reichspolitik
zurück. Im großen Pfaffenkrieg war Istha nämlich die Keimzelle priesterliche
Propaganda. Istha lebt vor allem vom Handel mit dem nahen Travenreich, denn der
Handelsweg durch Löwenstein ist sehr unsicher und oft von von Raubrittern
bedroht.

Istha
mit Sitz derer von Wattenberg
Lehnsherr des Dorfes
Balhorn ist Graf Wittekind. In Balhorn gibt es neben den Leibeigenen des Grafen
auch einige freie Bauern. Die Viehzucht ist beinahe schon wichtiger als der
Ackerbau. Besonders die Schafzucht lohnt in der weiten Ebene Wattenberg. Im
nahen Wald lässt Graf Wittekind Holz einschlagen.
Im äußersten Nordosten von Wattenberg liegt das Dorf Leuenfels. Es handelt sich
hierbei um den Rest der alten Grafschaft Löwenstein, deren Feste die Hasunger
erhalten haben. Graf Distor trauert noch immer der ehemaligen Größe des Lehens
nach. Es grenzt sowohl an Lawegon auch an die nördlichen Steppen, sodass es
gelegentlich auch vom Stamm der Videlinger bedroht wird. Ansonsten spielt neben
dem Ackerbau auch der durchziehende Handel mit Lawegon, Hasungen und dem
Travenreich eine Rolle. Erédier betrachten Leuenfels gemeinhin als den
nördlichsten Außenposten wider der Barbarei, denn nördlich von Leuenfels leben
nur noch Barbarenvölker.
Das Dorf Dyrelond grenzt ebenfalls an das Großherzogtum Lawegon, weswegen hier
auch die Truppen in Bereitschaft stehen. Dyrelond ist der alte Stammsitz derer
zu Wattenberg. Der Ort wird von Graf Ritho von Wattenberg zu Dyrelond verwaltet,
er ist der Bruder des derzeitigen Herzogs. Neben den Leibeigenen des Grafen
leben dort auch einige freie Bauern, wenige Handwerker und einige Händler, die
über einen von der Armathanstraße abzweigenden Weg über Leuenfels und
Burghasungen mit dem Travenreich handeln, der allerdings oft von Raubrittern
bedroht wird. Neben der Schafzucht ist in Dyrelond der Obstanbau bedeutend, denn
die zu Wattenberg beliefern das Schenkenamt mit allerlei Likören.
In den Dörfern gibt es meist nur Gemeinschaftstempel, in denen vor allem Sondth,
Erthra, Kianna, Erinn und Soniana verehrt werden.

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