Das Herzogtum Hellensberg
Der mitten in Erédia residierende Herzog Hektor von
Hellensberg gilt als der wohlhabenste und edelste Mann des Reiches, den selbst
der König nur mittels seiner Krone übertrumpfen kann. Des Herzogs Familie
regiert schon seit dem Ausgang des Forkenburgischen Krieges. Die herzogliche
Sippe ist allerdings nicht mit Hellensberg belehnt, sondern erhielt das
Herzogtum als Vergeltung für die Blutschuld im Forkenburgischen Krieg gegen
Lawegon als Eigentum. So hat der Herzog das Land quasi als Geschenk erhalten und
ist leistet auch keine Abgaben an die Krone, wenn gleich es doch zur Heerfolge
verpflichtet ist. Daher kann der Herzog auch sämtliche Dörfer und selbst die
Stadt Mittelgoth seinen Verwandten zum Niesbrauch übergeben. Der Herzog hat sich
in seiner langen Amtszeit angewöhnt, sich mit Adligen zu schmücken. Nirgendwo
sonst in Erédia ist die Zahl der Edelmänner so hoch. Jeder Adlige im Lande
Erédia, der etwas auf sich hält, war schon am Hofe Herzog Hektors. Die großen
Wälder des Herzogtums dienen daher vornehmlich der Jagd.
Den
im Norden gelegenen Ort Elbenberg verwaltet Herzog Hektor höchst selbst. Neben
der prächtigen Residenz Hektors gibt es dort vor allem die Höfe unfreier Bauern,
aber auch bedeutende Meierhöfe mit zugehörigen Gestüten sowie ein Bergwerk. Des
Eisenverhüttung und des Herzogshofes wegen haben sich hier auch zahlreiche
Händler und Handwerker niedergelassen. Schon von alters her war dies der
Stammsitz des Adelshauses, doch erst als die Sippe Hektors in den hohen Adel
aufstieg, erwuchs auch aus dem anfangs winzigen Dorf Elbenberg eine bedeutende
Siedlung.
Der Lehnsherr des Dorfes Hellinggoth ist ein Bruder Hektors und heißt Edelgraf
Herbert von Hellensberg zu Hellinggoth. Neben unfreien Bauern leben hier auch
einige Handwerke. Nennenswert sind noch die Tempel der Göttinen Kianna, Erthra
und Erinn.
In dem blühenden Dorf Rieda bildet der Bauernstand schon fast eine Minderheit.
Vor vielen entstand hier nämlich das Buchdruckerhandwerk und bis heute ist diese
Zunft nur in Rieda ansässig. Dies verhalf dem Dorf nicht nur zu bescheidenem
Wohlstand, sondern machte es hoch zu einem Zentrum der Gelehrsamkeit. Hier
befindet sich die Weidelsburger Schriftdruckerei, die Amtsblätter des Königs
vervielfältigt und verbreitet. Auch das Kloster der dreimalgroßen Ilva
beschäftigt sich mit vielfältigen Schriften und versucht sich mit der
unerreichbaren Akademie für Gelehrte in den Wissenschaften zu messen. Neben dem
Heiligtum der Ilva gibt es Tempel der Göttinen Erinn, Lunnas und Erthra. Selbst
der Lehnsherr des Ortes, Freiherr Berthold Enbrecht, ein Cousin des Herzogs, ist
recht belesen und gelehrig. Die
reichste und größte Ortschaft des Herzogtums heißt Mittelgoth. Es handelt sich
um eine ehemalige königliche Reichsstadt, die in den Besitz derer zu Hellensberg
übergeben wurde. Daher wählen hier auch nicht die Ratsherren ihren
Bürgermeister, sondern dieser wird durch den Herzog eingesetzt. Derzeitiger
Bürgermeister ist Graf Fengbarth von Hellensberg, ein Sohn Hektors. Die wenigen
Bauern der Stadt sind freie Ackerbürger. Neben zahlreichen einfachen Handwerkern
und Händlern gibt es auch ein einflussreiches Patriziat, dessen Macht allerdings
durch den Adel weitgehend gebrochen ist. Der Tiori-Tempel des Ortes ist von
solch großer Bedeutung, dass es unweit von ihm auch ein Ordenhaus der
Schwertbruderschaft gibt.
Hernetmark ist eine kleine Siedlung am Rande Hellensbergs und grenzt schon an
das feindliche Lawegon. Der Lehnsherr Markgraf Olvin von Hellensberg ist
ebenfalls ein Sohn Hektors und gilt als designierter Nachfolger des Herzogs. In
Hernetmark gibt es zwar neben dem Tempel der Erinn und den stationierten Truppen
nichts Besonderes, allerdings gehören dem Markgrafen besonders weitläufige
Ländereien und alle Bauern und Hirten des Ortes sind Eigenleute des Grundherrn.

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