Das Herzogtum Garvensburg


Mit dem größtenteils bewaldeten Herzogtum Garvensburg ist Herzog Alfons belehnt, der zugleich ein Heerführer und Erztruchsess von Erédia ist. Es dient dem ganzen Königreich als Holz- und Erzspender und bietet auch hervorragende Bedingungen für die Jagd. Garvensburg besteht im Grunde aus zwei Teilen. In Anderporth und Morgenend blüht das Gewerbe, während die übrigen Siedlungen eher verschlafen wirken. Im Gegensatz zu den oft schon zügellosen Spelunken im Anderporth herrscht in den kleinen von der Leibeigenschaft geprägten Dörfern Zucht und Ordnung.
Der Herzog residiert auf der Garvensburg und verwaltet gleichzeitig auch das nahe Städtchen Carveningen. Hier haben sich einige Händler und Handwerker angesiedelt, doch die meisten Bewohner des Ortes sind Bauern, doch vom Stand der Ackerbürger. Berühmt ist Carveningen für seinen Wein, der zum großen Teil vom Kloster der Rubeniten gekeltert wird. Der wichtigste Tempel der Stadt und des ganzen Herzogtumes ist der des Tiori, denn dieser ist nicht nur der größte Tiori-Tempel im Reich, sondern hier wird auch eine berühmte Reliquie verwahrt, das Schwert des Carvenius Konradin, weswegen sich in Carveningen auch die Schwertbruderschaft Tioris niedergelassen hat.

Im äußersten Südenwesten des Herzogtums liegt die königliche Reichsstadt Anderporth. Dort findet sich auch eine große Wehranlage, um Land und Stadt vor Überfallen der Orken aus den Nebelbergen zu schützen. Anderporth ist eines der größten Handelszentren des Reiches, denn hier findet sich der einzige Hafen des kleinen Königreiches. Die Bürger der Stadt leben vor allem vom Handel mit den Orken im Westen sowie mit den Alisiern im Süden. Keine andere Stadt in Erédia ist so zuchtlos wie Anderporth. Gerade im Hafen wimmelt es von Schmugglern, Gaunern und anderen Taugenichtsen. Die örtlichen Patrizier scheinen der Lage allerdings nicht Herr zu werden, denn nicht wenige stecken selbst in zwielichtigen Geschäften. Verwaltet wird die Stadt durch den von Ratsherren gewählten Magistrat Ernesto Sinnap. Die bedeutendsten Tempel der Stadt sind Aedari und Milux geweiht. Seit wenigen Jahren gibt es hier aus einen Kloster der dreimalgroßen Ilva.

Ostander ist eine kleine Siedlung am Ufer des Anders. Der Lehnsherr ist Graf Benedigt Sverissn von Ostander. Ansonsten leben dort Fischer und Bauern. Es gibt hier einen kleinen Grenzposten. In dem Fischerdorf befinden sich Tempel der Gottheiten Erinn und Aedari.
Der Lehnsherr des schon recht großen Dorfes Morgenend ist Markgraf Edelbarth Olsin von Morgenend. Die Ortschaft beherbergt neben Bauern sehr viele Bergmänner, die in den Minen rund um Morgenend arbeiten. Außerdem findet sich etwas außerhalb des Dorfes ein Sägewerk, denn die östlichen Ausläufer der Nebelberge sind dicht bewaldet. Ansonsten sind in der Gemarkung Anderporth auch einige Köhler beschäftigt, die die Holzkohle zur Eisenverhüttung bereitstellen. Tempel gibt es dort von Grold und Soniana sowie von Erinn. Des Weitern steht dort eine Wehranlage, um das Land vor Angriffen vom Orkenland her zu schützen. Grold, Soniana und Erinn werden in eigenen Tempeln verehrt.
Dann gibt es noch das kleine Dorf Hohencarven. Neben den Gehöften der Leibeigenen und Hufenbauern gibt es nur ein kleines Sägewerk. Der Lehnsherr Graf Singfried Holsen von Hohencraven ist ein ehr stiller und zurückgezogener Edelmann. Außer den Tempeln der Göttinnen Erinn und Ehrtra gibt es dort wirklich nichts von Wert.



 

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