Das Herzogtum Forkenburg
Herzog Isgramur ist vom König mit dem Herzogtum
Forkenburg belehnt. Folglich führt er auch Amt und Titel der Erzkämmeres am
erédischen Königshof. Die herzogliche Residenz ist die Forkenburg. Da Forkenburg
weit in lawegonisches Gebiet hineinragt, sind hier große Truppenteile des
königlichen Heeres stationiert und in steter Bereitschaft, da das Großherzogtum
Lawegon schon seit der erneuten Gründung des Königreiches mit Erédia in Fehde
liegt.
Lediglich Metzarum besitzt die Stadtrechte und ist obendrein eine
königlich-erédische Reichsstadt, weshalb hier die Patrizier die Macht inne
halten. Hier herrscht ein reges Treiben der Händler und Handwerker, aber auch
viele Soldaten treiben sich in den Gassen herum. Hinzu kommt die große Zahl der
Scholasten, die an der Akademie für Gelehrte nicht nur in den freien Künsten
ausgebildet werden. Die Akademie bildet allerdings zusammen mit dem zugehörigen
Kloster der Ilva ein eigenes, reichsunmittelbaren Territorium, die Fürstabtei
Metzarum. Weit außerhalb von Metzarum liegt noch eine winzige Siedlung mit einer
prächtigen Ziegelei, die fest in der Hand des Patriziers Billion Gates liegt,
der diesen Weiler zum Lehen hat. Dort wohnen nur einige Leibeigene sowie die
Tagelöhner des Ziegelwerkes.
Die
anderen Dörfer Eschental, Grafenheim, Ebendrock und Senkenbach werden
hauptsächlich von Bauern bewohnt. Nirgendwo sonst in Erédia ist die
Leibeigenschaft so flächendeckend verbreitet.
Graf Sallak Bohr hat den Weiler Eschental zum Lehen. Der Ort besteht lediglich
aus Bauernhäusern und einen Tempel der Göttin Erinn.
Grafenheim ist etwas größer als Eschenbach, hier haben auch einige Handwerker
ihre Werkstätten, sowie ein Krämer seinen Laden. Ansonsten gibt es dort nur noch
Bauernhöfe. Der Lehnsherr ist Graf Mutz Elback von Grafenheim. Im Volksmund wird
Grafenheim oft auch Greifenheim genannt.
Senkenbach wird von Graf Isegrimm, dem Sohn des Herzogs, verwaltet. Auch hier
gibt es neben den Bauern nur wenige Handwerker, sowie die Tempel der Göttinnen
Erthra und Erinn. Nennenswert ist ansonsten nur noch das prächtige Gestüt des
Lehnsherrn.
Im Süden Forkenburgs liegt das Dorf Ebendrock. Freiherr Balduin von Ebendrock
ist mit der Ortschaft belehnt. Es lebt zum Teil vom Handel, der über die
Handelsstraßen von Fridislar nach Norden führt, aber auch einige Handwerker
haben sich hier niedergelassen. Sogar einen Instrumentenbauer gibt es dort. Die
Tempel Ehrtras, Erinns und Sondths sind wohl besucht.
In den Dörfern Forkenburgs ist der Aberglauben weit
verbreitet und besonders ausgeprägt. Kaum einer traut einem Zwerg oder Elb über
den Weg. Besonders in Eschental haben die Elben einen schlechten Ruf. Man
munkelt dort sie würden Kinder fressen und das Wasser verunreinigen.
Aber auch die Magie, die Mantik und die übrigen geheimen Künste sind in
Forkenburg verpönt. Deshalb wird die Akademie zu Metzarum von einigen
Forkenburgern als Hexenloch bezeichnet, obwohl niemand genau weiß, was sich
hinter den hohen Mauern der Akademie abspielt. Die starke Abneigung gegenüber
der Magie und dergleichen mag nicht nur im geringen Bildungsstand der
Landbevölkerung begründet sein, sondern ist vor allem auf die Ereignisse um den
Pfaffenkrieg zurückzuführen.

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